Alkaloide

Alkaloide sind eine Gruppe stickstoffhaltiger Pflanzenstoffe, die meist eine ausgeprägte physiologische Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Viele bekannte Arzneistoffe stammen aus dieser Stoffgruppe.

Typisch für Alkaloide ist:

  • Sie wirken oft stark und gezielt.
  • Schon kleine Mengen können deutliche Effekte hervorrufen.
  • Sie greifen häufig in das Nervensystem, den Stoffwechsel oder die Regulation von Gefäßen und Organfunktionen ein.
  • wirken immer „lähmend“. Ein bißchen lähmend wirkt entspannend, zu viel tödlich. Die meisten Alkaloidpflanzen wirken über ihren geringen Alkaloid-Gehalt entspannend.
    Durch Entkrampfung wird unter Umständen die Durchblutung gefördert.

Einige wenige wirken so stark, dass es bis zur Atemlähmung kommen kann. So z.B. der hochgiftige Schierling, welcher über sein Piperidin-Alkaloid Coniin tötlich wirken kann.

Chemisch betrachtet sind Alkaloide basische (alkalisch reagierende) Verbindungen, daher der Name. In Pflanzen dienen sie meist dem Schutz vor Fraßfeinden.

Beispiele für alkaloidhaltige Pflanzen sind:

  • Tollkirsche (Atropin)
  • Schlafmohn (Morphin)
  • Kaffee (Koffein)
  • Katzenkralle (Oxindolalkaloide)

In der Phytotherapie werden Alkaloide nicht isoliert, sondern im natürlichen Verbund der Pflanze eingesetzt. Ihre Wirkung entfaltet sich dabei im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen.

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