Transferrin – Transferrinsättigung (TfS)

Transferrin wird in der Leber gebildet und kann zwei Eisen-Ionen binden, die beide in ihrer dreiwertigen Form vorliegen. Dieses Eisen wird also nachdem es über bestimmte Zellen im Darm (Enterozyten) ins Blut abgegeben wird am Transferrin gebunden. So verpackt kann es an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Einer der Hauptabnehmer ist das Knochenmark.

Bestimmung von Transferrin und Transferrinsättigung (TfS):

Für die Diagnostik hat das Transferrin selbst nur wenig Bedeutung. Störungen im Eisenstoffwechsel klärt der Arzt heutzutage über die Bestimmung des Eisenwertes im Serum und der sogenannten Transferrinsättigung (TfS) ab. Sie gibt an, wie viel Eisen an ein Transportprotein gebunden ist. Bei Eisenmangel steigt Transferrinkonzentration. Folge ist eine Erniedrigung der Transferrinsättigung. Eine erniedrigte Transferrinsättigung (ungenügende Beladung des Transferrins mit Eisen) kann also für einen Eisenmangel sprechen. Ein erhöhter TfS spricht für eine Eisenüberladung (Hämochromatose) oder eine vermehrte Eisenfreisetzung (Hämolyse).

TfS normal zwischen 16 und 45%.