Oxalsäure

Die Oxalsäure ist eine natürliche organische Säure, die zum Beispiel in Früchten, Kräutern und im Gemüse vorkommt. Sie gehört zu den Dicarbonsäuren, hat einen sauren Geschmack und ist in Wasser gut löslich. Ihre Salze werden als Oxalate bezeichnet.

In größeren Mengen ist sie in folgenden Nahrungsmittel enthalten:

Spinat, Mangold, Kakaopulver, Rhabarber, geröstete Mandeln, Sesamsamen, Sauerampfer, Portulak, Amaranth.

Wir nehmen die Oxalsäure nicht nur über die Nahrungsmittel auf, sondern sie wird vom Organismus selbst als Endprodukt verschiedener Stoffwechsel Prozesse gebildet (hauptsächlich durch den Abbau von Aminosäuren und Ascorbinsäure). Sie liegt in größerer Menge vor als die Menge, die wir über die Nahrung aufnehmen. Oxalate werden über den Darm und über die Nieren ausgeschieden.

Übertriebener Verzehr und mögliche Folgen:

Bei einem übertriebenen Verzehr von oxalathaltigen Lebensmittel über längere Zeit, gibt es die Gefahr, dass die Nieren überlastet werden. Da das Oxalat sich gerne mit Kalzium zu wasserunlöslichem Calciumoxalat formt, kann es ebenso zu einer Überlastung der Nieren kommen. Auch wird die Bildung von Nierengrieß und Nierensteine ua. auf zu viel Oxalsäure zurückgeführt. Insgesamt ist die Wirkung der Oxalsäure auf unseren Organismus noch unzureichend wissenschaftlich geklärt worden. Es ist davon auszugehen, dass ein Verzehr von Oxalsäure haltigen Lebensmitteln in vernünftigem Maße kein Risiko darstellt; wahrscheinlich sogar im Gegenteil Gesundheits fördernd ist.

Das linear-kausale Ursachen-Wirkungs – Denken schafft die „Kurve“ nicht

Eine offensichtliche Problematik ist, dass solche neu gewonnen wissenschaftlichen Erkenntnisse über einen Einzelstoff wie die Oxalsäure auf ein ganzes Gemüse, Kraut, … übertragen wird. Im Spinat, Mangold oder Kakao und der Mandel liegt die Oxalsäure aber in einem Komplex mit unzähligen anderen Stoffen vor. Im Kakao und der Mandel wirkt sie völlig anders als im Spinat. Ein Stoff kann in einer Pflanze giftig sein und in der anderen völlig harmlos. Aus irgendeinem Grund scheut man sich jedoch heutzutage dem komplexen Denken und greift lieber zum schnellen Urteilsschluss. Man macht es sich leicht die Kenntnisse über die Wirkungen eines Inhaltsstoffes allen Pflanzen überzustülpen, die diesen Stoff innehaben. Damit geht man aber meist Fehl. Das linear-kausale Ursachen-Wirkungs-Denken wird der Natur, die in Zusammenhänge gesehen werden sollte,  nicht gerecht.