Jahr: 2018

ganzheitliche Therapie

Cholesterin – die Mutter Teresa des Organismus

Interessierte Betrachter gesundheitlicher Belange sind in den letzten Jahren auf Aussagen wie „Cholesterin Lüge“ oder „Cholesterin der große Bluff“ gestoßen. Ich unterstelle einfach mal, dass jeder erstmal recht verblüfft war in Anbetracht solcher Aussagen. So ging es zumindest mir. Ich erlaube mir als kleine Zugabe Mutter Teresa mit ins Boot zu nehmen, um noch mehr Licht hineinzubringen. Weiterlesen


Heilpflanzen Therapie

Pflanzenfamilie der Korbblütler

Es ist die größte Familie innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Blütenpflanzen). Es gibt 15000 Arten. Korbblütler werden auch Asteraceae und Compositae (ältere Bezeichnung) genannt.

Pflanzen der Familie:

Die Stammpflanze ist die Aster.
Löwenzahn, Rainfarn, Schafgarbe, Artischocke, Sonnenblume, Gänseblümchen, Alant, Ringelblume, Arnika, Topinambur, Sandstrohblume, Sonnenhut, Kamille, Mariendistel, Kornblume, Wegwarte, Wasserdost, Huflattich, Pestwurz, Goldrute, Grindelia, Greiskraut, Klette, Wermut, Steckenkraut, Beifuss, Estragon, Benedikte (Eberraute), Silberdistel, Eseldistel, …

Botanische Merkmale:

Es gibt drei Gruppen von Korbblütlern:

  1. Astern ähnliche, deren Blüten Zungen und Röhren haben,
    z.B. Ringelblume, alle Artemisia-Arten, Sonnenblume, Astern, Gänseblümchen, Grindelia,…
  2. Zungenblütige (linguaforme), deren Blüten nur Zungen haben, z.B. Löwenzahn, Habichtskraut,…weiblich oder zwittrig
  3. Röhrenblütige (tubuliforme), deren Blüten nur Röhren haben, z.B. alle Disteln, Artischocke,…
    Bei allen Korbblütlern (Röhrenblütler) gibt es starke Samenproduktion (ölig).

Alle Arten haben eine Körbchenbildung als Blütenstand (Korbblütler). Und sie haben einen gemeinsamen Blütenboden (daher compositae). Die Anordnung der Blätter ist meist wechselständig, selten gegenständig oder quirlständig.

Untergruppen der Korbblütler:

Gruppe der Wermutartigen:

Beifuß, Wermut, Strandbeifuß, Zittwer, Eberraute, Estragon

Wermutgewächse sind die Pioniere der Pioniere. Sie stehen auf Kraterlandschaften, Vulkanböden, …
Also gerne auf schwefelhaltige Böden. Sie entwickeln auf den Böden feurige ätherische Öle, die nahezu giftig sind.
Sie wurden früher zur Entwurmung benutzt (va. Darm – und Blutparasiten (Malaria)). Steppenbeifuss am stärksten proteolytisch (Eiweißzerlegend) unter den Wermutgewächsen (so stark, dass man nur wenig nimmt). Wermut wirkt auf das Neuronalsystem. Es wird mehr Serotonin im Darm gebildet. Darum ist er auch kritisch, wenn er überdosiert wird.
Im Beckenbereich Durchwärmung mit Beifuss und im Lungenbereich mit Eberraute. Vulkanböden sind auch reich an Selen, Mangan, Kupfer, Zink, Germanium (außerdem noch Chrom, ..). Wir finden in ihnen erhöhten Anteil dieser Elemente. Dh. ein Teil der Wirkung aufs Nervensystem geht auf die Spurenelemente zurück.  Diese Familie hat Feuer und wirkt daher proteolytisch (Einweiß zerlegend); zB gegen Würmer. Sie regen die Verdauungsdrüsen stark an und damit auch die Blutbildung.

Gruppe der Disteln:

Es sind Pflanzen mit Röhrenblüten. Sie entwickeln Fettsäuren. Pflanzen haben hoch wirksame ungesättigte Fettsäuren.
Sind besonders wirksam auf das Leberparenchym. Mariendistel, Benediktendistel, Artischocke, … Bei Klette und Silberdistel nimmt man nur die Wurzel. In Wurzel sind ganz bestimmte Stoffe, die mit Schwefel verbunden sind.
Eselsdistel: sie hat den Ruf Krebs zu heilen.
Klette und Benediktendistel wirken ebenso krebswidrig.
Sie haben eine reinigende Kraft auf die Lymphe.

Die Lattiche

Es sind Milchsaft führende Korbblütler:
= Lactis > laxieren (breiig machen, fließend machen). Lactuca = Lechuga = Lattich (haben Milch). Sie haben die Fähigkeit Milch für sich zu bilden. Alle wirken als Emulgator. Man nimmt sie gerne um Fett Verstoffwechselung in gang zu bringen.

Wegwarte, Löwenzahn, Hasenlattich, Kopfsalat, Chicoree, …

weitere Gruppe:

Nahe verwandt sind: Kamille, Schafgarbe, Goldrute, Sandstrohblume.
Bitterstoffe spielen keine große Rolle bei ihnen. Alle stehen bevorzugt auf sonnenüberfluteten, trockenen Wiesen. Es sind Wundheilpflanzen und alle wirken entzündungswidrig. Sie stehen lange in der Sonne, und so haben also Stoffe, die besänftigen können (entzündungswidrig).

Typische Inhaltsstoffe:

Bitterstofflaktone:  alle Korbblütler haben Bitterstofflakone ( = Sesquiterpene ).
Laktone: kommt von laktis = Milch
Sie haben Fähigkeit Milch für sich zu bilden. Korbblütler bilden Samen mit hohem Fettanteil, dazu brauchen sie den Milchsaft um die Fette zu transportieren. Gerbstoffe sind kaum vertreten (außer bei Grindelia). Phytosterine sind in fast allen (Fettsäuren). Sie haben auch ätherische Öle. Aber geringeren Gehalt als bei den Lippenblütlern. Polysaccharide und Bitterstoffe haben sie reichlich. Polysaccharide haben Wirkung auf die Zellteilung (Granulation). Sie wirken auf die DNA Struktur. Deswegen gibt es in der Familie viele Wundheilpflanzen. Meist findet man ganz bestimmte Polysaccharide bei Korbblütler. Nämlich das Inulin.

Wirkung:

Korbblütler wirken auf jeden Fall über ihre Bitterstoffe (sind mäßig, dadurch können wir sie einsetzen).Ihre Bitterstofflaktone wirken gleicherweise auf den wässrigen und den fetten Anteil im Organismus. Genau das braucht man in der Lymphtherapie und ebenso in der Synovialflüssigkeit (besonders wirksam dort ist die Sandstrohblume).
Besonders die Bitterstoffe der Lattiche können laxierend wirken. D.h. sie können sie wässrige, die Eiweiß und die Lymph Phase zusammenbringen. Dadurch erhöhen sie die Emulgierfähigkeit im Verdauungstrakt. Öle vermischen sich besser mit dem wässrigen. Die Fettstruktur wird im Magen vorgeprägt, im Dünndarm weiter verarbeitet. Durch Bitterstoffe wird diese Phase schon vorbereitet. Anders als Saponine sind Bitterstofflaktone nicht giftig. Sie sind leicht, niedermolekular, klein und überall nachweißbar. Wirken also nicht nur im Verdauungssystem. Auch an Zellmembran. Wenn wir nicht emulgieren können, bekommen wir Lebensmittelallergien und keine Serotonin Bildung.
Wenn im Verdauungsbereich nicht emulgiert wird, kann ich keine Abwehr aufbauen. Mögliche Erkrankungen sind: Morbus Chron, colitis ulcerosa. Korbblütler haben große Wundheilpflanzen. Alle haben es irgendwie. Die Klette besonders.

Giftige Korbblütler:

Giftlattich (opiumähnliche Wirkung, in nördlichen Gefilden früher benutzt), Steppenbeifuss, Arnika (nur gering dosieren, sonst Schleimhaut reizend),



Agni – das Verdauungsfeuer

Jede Materie im Universum, jede Zelle des menschlichen Körpers ist laut Ayurveda aus fünf Elementen zusammengesetzt:  Raum (Äther), Luft, Feuer, Wasser und Erde. Agni  (Feuer) ist das dritte Element geboren aus einem Zusammenspiel von Druck und Reibung aufgrund der Bewegung. Feuer ist die offensichtlichste Manifestation von Agni. Es wandelt Dinge zu Asche um und Nahrung zu kleinste Bestandteile (gleichzusetzen mit Verdauungssäfte und Enzyme). Pitta (Feuer Dosha) ist das Gefäß und Agni der Inhalt. Pitta die Materie und Agni die Energie.  Weiterlesen